Er schwebt aus den Saiten;
Er lispelt mir ins Ohr.
Der Geist der Harmonien,
Der Weltgeist tritt hervor.
″Ich bin es, der die Wesen
In ihre Hülle zwang,
Und sie mit Zaubereien
Der Sympathie durchdrang.″
Johann Gottfried Herder
Die ″Windharfe″ ist ein Saiteninstrument, dessen Saiten nicht von Menschenhand, sondern vom Wind angeregt werden. Die ″klassischen Windharfen″ sind kastenförmige Instrumente aus Holz. Die Saiten liegen dicht über der Klangdecke. Manche dieser Instrumente haben auch eine Windführung. Wenn man diese ins Fenster hängt verstärkt sich der Ton. Es ist der Luftzug im Haus, der die Saiten zum Klingen bringt. Im 18. Jahrhundert war dies in England verbreitet. Neuere ″elektronische Windharfen″ benutzen einen elektromagnetischen Tonabnehmer und eine Verstärkung. Damit kann man die sehr leisen Klänge in Zimmerlautstärke wahrnehmen. Bei der Anregung der Saiten durch den Wind entstehen Obertöne, die ein mystisches oder ″geisterhaftes″ Klangbild erzeugen.


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