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Windharfe
Die Geschichte der Windharfe
Die genaue Geburtsstunde der Windharfe ist nicht bekannt. Leider sind keine antiken Windharfen mehr erhalten, nur ein paar neuzeitliche. Es gibt jedoch viele Literaturhinweise aus früheren Zeiten, die von der geschichtlichen und kulturellen Bedeutung der Windharfe zeugen.
  • Die ältesten Berichte stammen aus der Zeit zwischen 1004 und 965 v. Chr.
    Im Talmult (der beiden großen Literaturwerke des Judentums) wird von König David und seiner Harfe "Chinor" berichtet, die um Mitternacht vom Nordwind gespielt wurde.
  • Die alten Inder spannten getrocknete Tierdärme zwischen die Bäume und ließen diese vom Wind spielen.
  • Homer beschreibt 800 v. Chr. wie Hermes einen Schildkrötenpanzer mit getrockneten Sehnen bespannte und dem Wind aussetzte. Er benutzte sozusagen als erster einen Resonanzkörper.
  • In der Artussage stehen riesige Windharfen auf Felsen im Meer. Durch ihren Geisterklang sollen sie Feinde abschrecken.
  • Im Jahre 1785 konstruierte Abate Gattoni eine Harfe mit welcher er angeblich Wetterveränderungen vorhersagen konnte.
  • Auch Goethe verwendete den Begriff Äolsharfe in seinem "Faust" (Zeilen 27, 28, 4613):
    "Es schwebt nun in unbestimmten Tönen
    Mein lispelnd Lied, der Äolsharfe gleich".
    Gleich zu Beginn des zweiten Teils der Tragödie wird Ariel's Gesang von Äolsharfen begleitet.
  • Diese Überlieferungen zeigen, daß die Windharfe als etwas Geheimnisvolles, Geisterhaftes galt, aber auch als etwas von Gott Gegebenes angesehen wurde.
  • In der Romantik beschäftigen sich die Menschen mit der Urnatur und mit der Verschmelzung von Natur und Musik. Durch die Äolsharfe glaubten sie den Kosmos und die Natur "hörbar" zu machen.
 

Windharp © 2003 Xdra Productions